Opferverein klagt an

Odenwaldschule: Mindestens 20 Lehrer missbrauchten

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An der Odenwaldschule sollen zwischen den 1960er und 1990er Jahren mindestens 132 Schüler missbraucht worden sein.

Hamburg/Heppenheim - Im Fall der Odenwaldschule gehen Opfer-Vertreter inzwischen von weitaus mehr Missbrauchsfällen aus, als bisher bekannt. Mindestens 20 Lehrer sollen sich an den Kindern vergangen haben - auch Lehrerinnen.

Für den sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule sind nach Ansicht des Vorsitzenden des Opfervereins „Glasbrechen“, Adrian Koerfer, nicht nur der frühere Schulleiter Gerold Becker und einige andere Pädophile verantwortlich. „Das waren mindestens 20 Lehrer“, sagte Koerfer am Mittwochabend in der Anne-Will-Talkshow im Ersten. Täter seien nicht nur Männer gewesen, sondern auch Lehrerinnen.

Die Talk-Runde „Weggehört und weggeschaut - Warum war Missbrauch über Jahrzehnte möglich?“ startete gleich nach dem ARD-Drama „Die Auserwählten“. Der Fernsehfilm über die Odenwaldschule schilderte die zwischen den 1960er und 1990er Jahren begangenen Übergriffe von Lehrern auf mindestens 132 Schüler. Der Missbrauch kam erst 2010 richtig an die Öffentlichkeit. Opfer-Vertreter gehen von deutlich mehr Missbrauchten aus. Im Internet gab es etliche Reaktion auf den Film wie auf die Talkshow.

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