Feuerwehren im Dauereinsatz

Österreich: Nach dem Schnee droht die Flut

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Bundeswehrsoldaten schaufeln in Kötschach-Mauthen im österreichischen Kärnten Schneemassen zur Seite.

Klagenfurt - Erst führten riesige Schneemassen im Süden Österreichs zu Stromausfällen und Streckensperrungen. Nun drohen durch die Schnee-Schmelze auch noch Überschwemmungen.

Einen Tag nach heftigen Schneefällen im Süden Österreichs waren am Dienstag zahlreiche Feuerwehren mit dem Auspumpen von Kellern und Tiefgaragen beschäftigt. Tauender Schnee und starker Regen ließen manche Gewässer in Kärnten gefährlich stark ansteigen. In einigen Gegenden gab es Überschwemmungen.

Der Hydrologische Dienst bezeichnete die Lage als angespannt, berichtete der Österreichische Rundfunk (ORF). Der Grundwasserspiegel drücke stellenweise von unten herauf. Allein in Kärnten seien bis Dienstagnachmittag 30 Feuerwehren im Einsatz gewesen, die Hälfte von ihnen in Klagenfurt. Auch Äcker, Wiesen und Sportplätze sind überflutet. Zuletzt seien die Pegelstände der Sattnitz und des Wörthersees vor 37 Jahren so hoch gewesen. Eine Gefahr wirklich großer Überschwemmungen bestehe aber noch nicht.

Derweil kam die Wiederherstellung der Stromversorgung in Kärnten und der Steiermark voran. Am Montag waren dort insgesamt rund 20 000 Haushalte vom Netz abgeschnitten gewesen. Dienstagvormittag waren es immer noch mehr als 4000.

„Schuld ist der nasse Schnee, der Bäume auf Leitungen stürzen lässt“, sagte Josef Stocker, Sprecher des Energieversorgers Kelag. „Wir arbeiten mit 200 Mann mit Hochdruck an der Behebung der Schäden an den Stromleitungen.“ Umgestürzte Bäume hatten auch der österreichischen Bahn (ÖBB) zu schaffen gemacht. Am Dienstag wurden aber alle gesperrten Bahnstrecken wieder freigegeben.

Derweil beklagte die Tourismusindustrie übertriebene Berichte über das Schneechaos - auch in Sozialen Medien im Internet. In der „Außenwahrnehmung“ sei Kärnten fälschlicherweise als Katastrophengebiet erschienen, sagte der Chef der Kärnten-Werbung, Christian Kresse, der „Kleinen Zeitung“. Die Folge seien unnötige Stornierungen gewesen. „Diese Überdramatisierung hat uns geschadet.“

dpa

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