Tapfer im Nieselregen

9.000 Trachtler ziehen bei grauem Himmel zum Oktoberfest

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2013 war der Himmel auch nicht weiß-blau. 

München - Bei Nieselregen und kühlen Temperaturen sind am Sonntag rund 9000 Trachtler aus mehreren Ländern durch München zum Oktoberfest gezogen.

Spielmannszüge, Blaskapellen, Trommler und Jäger in farbenprächtigen historischen Gewändern liefen mit. Manche Schützen hatten ihre Pistole oder Armbrust dabei, Landsknechte trugen lange Hellebarden. Die Trachtler dürfen bei dem Umzug trotz der strengen Sicherheitsvorkehrungen auf der Wiesn ihre historischen Waffen tragen - sofern sie nicht geladen sind.

Angeführt wurde der sieben Kilometer lange Festzug vom „Münchner Kindl“ Viktoria Ostler. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und seine Frau Petra hatten in ihrer Prachtkutsche Regenschirme mit weiß-blauen Rauten aufgespannt; der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schützte sich und seine Frau Karin mit einem durchsichtigen Schirm vor dem Regen.

Erstmals nahm die bayerische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) in Tracht teil, sie lief beim Trachtenverein „Mangfalltaler“ mit.

Auch bekannte Gestalten aus Sagenwelt und Geschichte zogen mit, unter ihnen die Bräurosl hoch zu Ross, der Schmied von Kochel, Moriskentänzer und die Münchner Bürgerwehr, die schon 1810 den Zug zum allerersten Oktoberfest begleitete.

Tausende Schaulustige unter Regenschirmen säumten den Weg bis zur Wiesn. Der Zug ist mit sieben Kilometern Länge einer der größten Trachtenumzüge der Welt. Gruppen aus vielen Teilen Deutschlands, aus Österreich, Südtirol, Italien, Ungarn, der Ukraine, Slowenien waren dazu nach München gereist.

dpa

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