Chef wurde zum Stalker

Opfer sexueller Belästigung bekommt 18 Millionen Dollar

New York - Als seine junge Assistentin nicht mehr mit ihm schlafen wollte, wurde ein Investmentbanker zum unheimlichen Stalker. Jetzt wurde der Mann zur Zahlung einer Rekordsumme verurteilt.

Wegen sexueller Belästigung, Beleidigung und Nachstellung hat ein New Yorker Gericht einer jungen Schwedin 18 Millionen Dollar (16,2 Millionen Euro) zugesprochen. Ihr früherer Chef, ein in China geborener 43 Jahre alter Investmentbanker, hatte die 25-Jährige als Assistentin eingestellt und ihr bald auch teure Geschenke gemacht, die Wohnung in Manhattan bezahlt und sie auf teure Geschäftsreisen mitgenommen, berichteten die „New York Daily News“ am Dienstag. Dafür forderte er eine Rundumbetreuung und „fühlbare Liebe“. Viermal soll es nach Aussage der Frau zum Sex gekommen sein.

Als sie ihm jedoch nach einer Weile deutlich machte, dass sie ein rein berufliches Verhältnis wolle, habe er sie in Artikeln auf seiner eigenen Internet-Nachrichtenseite als Hure beschimpft. Er ging sogar soweit, sie in ihrem kleinen schwedischen Heimatort aufzuspüren. Ein ganzes Jahr lang musste sie seine Belästigungen ertragen. Der Mann behauptet dagegen, er habe sie zur Expertin aufbauen wollen, sie habe aber kein Gespür für Finanzen gehabt.

Der 43-Jährige müsse laut dem Artikel zwei Millionen als Entschädigung zahlen, die übrigen 16 Millionen seien ein Strafgeld. „Ich bin so glücklich und erleichtert“, sagte die junge Frau der Zeitung.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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