Organisierter Schwindel

Behörden suchen hundert vermisste Bräute

Peking - Erst ließen sie sich für viel Geld an chinesische Männer "vermitteln", dann machten sie sich wieder aus dem Staub: Die chinesischen Behörden suchen nach mehr als hundert Bräuten.

Die aus Vietnam stammenden Frauen sollen bei einem organisierten Schwindel großen Ausmaßes mitgemacht haben. Hauptverdächtige ist eine Vietnamesin namens Wu Meiyu, die 20 Jahre lang in Quzhou in der nördlichen Provinz Hebei lebte und nun ebenfalls spurlos verschwand, wie die Zeitung "China Daily" am Donnerstag berichtete.

Wu, die einst selbst als ausländische Braut nach China gekommen war, kassierte demnach mehr als 100.000 Yuan (13.000 Euro) für eine erfolgreiche Brautvermittlung. Die traurige Praxis ist vor allem auf dem Land weit verbreitet, weil wegen der Ein-Kind-Politik und der Präferenz der Eltern für männlichen Nachwuchs in China auf 118 Männer nur 100 einheimische Frauen kommen.

Im konkreten Fall nutzten Kriminelle die Lage der Männer offenbar aus: "Mit den modernen Kommunikationsmitteln ist es leicht, für das gleichzeitige Verschwinden aller Bräute zu sorgen", zitierte die amtliche Zeitung einen nicht näher genannten Beamten.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Meistgelesene Artikel

Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Freitag der 13.! Selbst wer nicht besonders abergläubisch ist, verbindet mit diesem Datum ein ungutes Gefühl. Wie genau der Aberglaube entstand ist …
Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Bomben-Alarm: Eurowings-Flieger nach Köln evakuiert

Köln - Offenbar ist eine Eurowings-Maschine, eine Lufthansa-Tochter, die auf dem Weg von Oman nach Köln war, umgeleitet worden. Als Grund wird …
Bomben-Alarm: Eurowings-Flieger nach Köln evakuiert

Sechs Geschwister sterben bei Hausbrand

Baltimore - Drei Kinder und ihre Mutter befreien sich aus ihrem brennenden Haus in Baltimore. Sechs weitere Geschwister sterben in den Flammen. Die …
Sechs Geschwister sterben bei Hausbrand

Kommentare