Organspende-Skandal: Fahrlässige Tötung?

+

Hannover/Göttingen - Im Göttinger Organspendeskandal wird nun auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Es besteht der Verdacht, dass durch Manipulationen Menschen andernorts gestorben sind.

Es bestehe der Anfangsverdacht, dass durch Manipulationen in der Klinik in Niedersachsen Menschen andernorts gestorben seien, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Frank-Michael Laue, am Freitag. Zwei Ärzte sollen medizinische Daten manipuliert haben, um ihre Patienten auf der Warteliste für Spenderorgane nach oben zu schieben. Dadurch könnten andere Kranke, die kein Organ erhalten haben, gestorben sein.

Die Mediziner könnten nach Worten des Staatsanwaltes fahrlässig oder bedingt vorsätzlich gehandelt haben. „Die Ermittlungen stehen aber noch ganz am Anfang“, sagte Laue.

Die Göttinger Staatsanwaltschaft habe sich jetzt zusätzlich eingeschaltet, hatten mehrere Medien gemeldet. Die Anklagebehörde in Braunschweig ermittelt schon länger gegen die Mediziner wegen Bestechlichkeit. Insgesamt werden 23 Fälle aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht.

dpa

Meistgelesene Artikel

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Melbourne - Über drei Straßenblocks hinterlässt ein Amokfahrer in Melbourne eine Spur der Verwüstung. Vier Menschen hat er mit dem Auto getötet. Der …
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer

Verona - Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Pfeiler und fängt Feuer, ein Schülerausflug endet auf grausame Weise. Ein Lehrer rettet …
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer

Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Freitag der 13.! Selbst wer nicht besonders abergläubisch ist, verbindet mit diesem Datum ein ungutes Gefühl. Wie genau der Aberglaube entstand ist …
Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Kommentare