Pannenserie: Moskaus Raumfahrt-Chef gefeuert

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Die Führung in Moskau hat Roskosmos-Chef Anatoli Perminow gefeuert

Moskau - Nach einer Pannenserie in der russischen Raumfahrt hat die Führung in Moskau Roskosmos-Chef Anatoli Perminow gefeuert und einen Militärfunktionär als Nachfolger ernannt.

Neuer Leiter der russischen Raumfahrtbehörde ist der 53 Jahre alte Vize-Verteidigungsminister Wladimir Popowkin. Das teilte Regierungschef Wladimir Putin nach Angaben der Agentur Interfax am Freitag mit.

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Popowkin solle die stolze Raumfahrtnation zu neuen Erfolgen führen, hieß es. Der gelernte Ingenieur hatte viele Jahre die sogenannten russischen Weltraumtruppen kommandiert.

Das größte Land der Erde will in den kommenden Jahren auch ein kosmisches Verteidigungssystem aufbauen. Offiziell begründete Putin die Entlassung Perminows damit, dass der Roskosmos-Chef mit 65 Jahren in Rente gehe. Allerdings wurde nach einer Reihe schwerer Rückschläge in der russischen Raumfahrt seit längerem über seine Absetzung spekuliert. So war etwa die Komplettierung des immer wieder verzögerten russischen Navigationssystems Glonass nach dem Absturz von drei Satelliten zuletzt nicht in Sicht.

Wenige Tage nach den Feiern zum 50. Jahrestag des ersten bemannten Weltraumflugs, den der Kosmonaut Juri Gagarin am 12. April 1961 absolviert hatte, räumte Perminow die Niederlage Russlands beim Wettlauf im All gegen die USA ein. Die Ausgaben von 3,1 Milliarden Dollar (2 Mrd Euro) für die russische Raumfahrt seien sechs Mal niedriger als in den USA. “Wir belegen einen soliden zweiten-dritten Platz in jeder Hinsicht. Rang eins gehört natürlich den USA. Rang zwei-drei teilen wir: Russland, China und die Europäische Raumfahrtagentur“, sagte Perminow.

dpa

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