Großrazzia in mehreren Ländern

Kunstfälscherring gesprengt - Millionenschaden

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Wiesbaden - Bei einer Razzia in mehreren Bundesländern haben Fahnder eine mutmaßliche Bande von Kunstfälschern hochgehen lassen. Die Polizei erzählt vom unglaublichen Erfolg der Fälscher.

Bei einer Razzia in mehreren Bundesländern und im Ausland haben Fahnder eine mutmaßliche Bande von Kunstfälschern hochgehen lassen. Sie sollen seit 2005 mehr als 400 gefälschte Gemälde verkauft und mehrere Millionen Euro verdient haben, wie das Bundeskriminalamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zwei von sechs Verdächtigen wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft.

Etwa 100 Fahnder durchsuchten am Mittwoch und Donnerstag 28 Wohnungen, Geschäftsräume, Lager und Kunstgalerien und stellten mehr als 1000 Objekte sicher. Ziel waren unter anderem Gebäude in Wiesbaden, Mainz, Stuttgart, München, Hamburg und Köln. Auch in Israel und der Schweiz fanden Zugriffe statt.

Die internationale Bande soll wertvolle Gemälde der Russischen Avantgarde kopiert haben, zu der unter anderem der Maler Wassily Kandinsky gerechnet wird. Die Bilder wurden laut BKA in Deutschland und im Ausland verkauft, die Verdächtigen sollen dabei pro Bild vier- bis siebenstellige Eurobeträge kassiert haben. „Uns ist mit diesen Ermittlungen ein wichtiger Schlag gegen die international agierende Fälscherszene gelungen“, sagte BKA Präsident Jörg Ziercke.

dpa

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