"Todesflüge"-Prozess in Argentinien

Piloten warfen Häftlinge aus dem Flugzeug 

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Angel Garcia Velasco (l.), ein früher Leutnant der Marine, gehört zu den Angeklagten.

Buenos Aires - Politische Gefangene wurden während der Militärdiktatur unter Drogen gesetzt und aus dem Flugzeug geworfen - in Argentinien hat nun ein Prozess gegen die Verantwortlichen begonnen.

In Buenos Aires hat am Mittwoch ein neuer Prozess gegen 68 Militärs und Zivilisten wegen massiver Verstöße gegen die Menschenrechte während der letzten argentinischen Diktatur (1976-83) begonnen. Insgesamt werden den Angeklagten 789 Schwerverbrechen angelastet, darunter zahlreiche Morde, die in der berüchtigten Marine-Schule ESMA begangen wurden.

Unter anderem geht es um die „Todesflüge“, bei denen gefangene Oppositionelle betäubt aus Marineflugzeugen in den La-Plata-Fluss geworfen wurden. Mehrere Piloten, die jetzt vor Gericht stehen, haben noch jahrelang, bis zu ihrer Verhaftung, Maschinen von zivilen Luftfahrtgesellschaften geflogen.

In der Marine-Schule wurden damals nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen über 4000 entführte Oppositionelle gefoltert und ermordet. Die Anstalt ist inzwischen in ein Museum und Archiv über die Unterdrückung der Militärdiktatur umgewandelt worden.

dpa

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