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In Thailand müssen Puppen jetzt Flugtickets kaufen

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Die Puppe "Nam Cha" gehört beispielsweise einer reichen Hausfrau in Bangkok.

Bangkok - Sie sehen täuschend echt aus und sind lebensgroß. Die lebensechten Puppen sind bei thailändischen Frauen nicht mehr wegzudenken. Jetzt müssen sie auch Flugtickets bezahlen.

Lebensechte Puppen in Kleinkindgröße gelten unter erwachsenen Frauen in Thailand als letzter Schrei. Viele Frauen lassen ihre Puppe, die in einer spirituellen Zeremonie angeblich mit guten Geistern belebt wird, kaum aus den Augen. Weil es im Flugzeug immer wieder Ärger gab, verkauft eine Airline nun Passagiertickets für die Puppen. Sie wies ihr Kabinenpersonal an, den Puppen - wie von ihren Besitzerinnen verlangt - auch Mahlzeiten zu servieren. Eine Sprecherin von Thai Smile, der Billigfliegertochter von Thai Airways, bestätigte dies am Montag.

Die Puppen, genannt „Engelkinder“, sehen aus wie kleine Menschen. Die Frauen reden mit ihnen, und manche sind mit Schmuck behängt. Restaurants berichten, dass Besucherinnen auf Stühle für ihre Puppen bestehen. „Man muss sie gut versorgen und sie bringen einem Glück, wenn man ihre Seele nährt“, sagte eine wohlhabende Hausfrau in Bangkok (57) über ihre Puppe „Nam Cha“. Sie schlafe neben ihr im Bett. Die Frau bezahlte nach eigenen Angaben 25 000 Baht (mehr als 640 Euro) für Puppe und Zeremonie.

Polizeichef Jakthip Chaijinda betrachtet den Trend mit Sorge. Ganoven könnten Drogen in solchen Puppen verstecken, meinte er am Montag.

dpa

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