Sie hinterließen Hakenkreuz

Blutbad in Las Vegas: Rechtsextreme Täter

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Die Ermittler identifizierten dieses Paar als die Schützen, die in Las Vegas drei Menschen und sich selbst erschossen.

Las Vegas - Nach dem Blutbad in Las Vegas mit fünf Toten kommen immer Informationen ans Licht. So gehen die Ermittler jetzt von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

Nach Angaben der Ermittler handelte es sich bei den Tätern um erklärte Gegner des Staates und Verfechter rechten Gedankenguts und weißer Vorherrschaft. Die beiden Schützen hätten Polizei und Justiz als "Unterdrücker" wahrgenommen. Auf der Leiche eines getöteten Polizisten hätten sie eine Hakenkreuz-Flagge und die Notiz „Die Revolution beginnt“ hinterlassen. Die andere Leiche bedeckten sie mit einer gelben Fahne mit dem Spruch "Komm mir nicht zu nahe", die auf den amerikanischen Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft zurückgeht. Das Paar habe oft von Plänen für eine „Revolution“ gesprochen und habe einen Massenmord angekündigt, sagte ein Nachbar der Zeitung „Las Vegas Sun“.

Einer der Polizisten hinterlässt eine Frau und sechs Kinder, sein jüngerer Kollege eine Frau und ein Baby.

Unterdessen kann man sich auch ein genaueres Bild von dem Ablauf der Tat machen, die sie so abgespielt haben muss: Das bewaffnete Ehepaar hatte in einer Pizzeria in Las Vegas zwei Polizisten erschossen. Danach waren die beiden laut Polizei über die Straße zu einem nahe gelegenen Supermarkt gerannt. In dessen Eingangsbereich schoss der 31-Jährige mehrfach in die Luft und wies die Leute an, das Gebäude zu verlassen. Ein Bürger, der legal eine Handfeuerwaffe mit sich führte, stellte sich dem Schützen in den Weg - doch er bemerkte anscheinend nicht die 22 Jahre alte Frau, die ihn aus dem Hinterhalt erschoss.

Nach einem Schusswechsel mit der Polizei tötete die 22 Jahre alte Frau dann am Sonntag ihren 31-jährigen Mann und erschoss sich anschließend selbst, wie die Polizei der Metropole im US-Staat Nevada mitteilte.

dpa/afp

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