Reemtsma-Entführer fordert 30 Millionen Euro

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Reemtsma-Entführer Thomas Drach (Archivbild)

Hamburg - Reemtsma-Entführer Thomas Drach jammert vor Gericht: Er sieht sich offenbar selbst als Opfer. Wen er für seine Lage verantwortlich macht und warum er 30 Millionen Euro Schmerzensgeld will.

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Er glaubt , dass sein Bruder ihn ins Gefängnis gebracht hat. “Ich wäre nicht geschnappt worden“, sagte Drach am Montag in seinem neuerlichen Prozess vor dem Hamburger Landgericht. “Hätten die nicht gequatscht, wäre ich jetzt noch in Uruguay“, sagte der 51-Jährige über seinen Bruder und einen anderen Bekannten, der auch einen Teil des Reemtsma-Lösegeldes gewaschen haben soll. Deshalb schulde ihm sein Bruder Geld. “Ich verlange 15 Millionen Euro Schmerzensgeld für die 14 Jahre Gefängnis und 15 Millionen Euro Verdienstausfall“, sagte Drach.

Der Angeklagte erzählte der Vorsitzenden Richterin, sein Bruder sei ein Pudel, so wie 90 Prozent der Menschen. Diese Menschen würden niemals eine Million Euro auf einem Haufen sehen. Die anderen 10 Prozent seien Schäferhunde. “Man kann den Pudel frisieren wie man will, er wird nie ein Schäferhund.“

Drach ist wegen versuchter räuberischer Erpressung angeklagt. Er soll aus der Haft heraus versucht haben, einen Freund zur Erpressung seines Bruders anzustiften.

dpa

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