Russland erklärt Sojus-Starts für unbedenklich

Moskau - Eine Überprüfung der Antriebe mehrerer Raketen vom Typ Sojus hat nach russischen Angaben keine Mängel erkennen lassen. Damit steht weiteren Starts nichts mehr im Wege.

Nach einem Absturz im August war Kritik an dem Raketen-System laut geworden. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos machte einen Produktionsfehler für das Unglück verantwortlich.

Die Antriebe aller übrigen Sojus-Raketen seien jedoch fehlerfrei, teilte Roskosmos-Leiter Wladimir Popowkin am Freitag mit. Der Fehler in der abgestürzten Rakete sei ein einzelner Vorfall gewesen. Seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms der USA ist die Versorgung der ISS weitgehend von Russland abhängig.

Nach dem Absturz der unbemannten Sojus-Rakete am 24. August hatte Russland die nächsten bemannten Starts im September verschoben. Popowkin teilte mit, am 30. Oktober werde die erste Transportrakete zur ISS starten, für den 14. November sei der Start einer bemannten Rakete geplant.

Die NASA hatte im Vorfeld mitgeteilt, die ISS werde das erste Mal in ihrer elfjährigen Geschichte geräumt werden müssen, sollte die jetzige sechsköpfige Besatzung nicht vor Mitte November ausgetauscht werden können.

dapd

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