Sommerzeit gilt weiter

Russland stellt seine Uhren nicht um

Moskau - Trotz Forderungen von Politikern und Ärzten stellt Russland die Uhren am kommenden Wochenende erneut nicht zurück auf die Normalzeit, sondern behält die Sommerzeit vorerst bei.

Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt dann drei statt zwei Stunden. Experten betonten, dass frühestens nach den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi eine Rückkehr zu der vor zwei Jahren abgeschafften sogenannten Winterzeit möglich sei.

Nach Ansicht von Wissenschaftlern schlägt seitdem vor allem die lange morgendliche Dunkelheit den Menschen im Riesenreich aufs Gemüt. Zuletzt hatten Parlamentarier verschiedener Parteien für eine Abschaffung des „ewigen Sommers“ plädiert. Da die Fernsehsender für ihre Olympia-Übertragungen bereits den Zeitunterschied berücksichtigt hätten, sei eine Änderung noch vor den Wettbewerben aber äußerst unwahrscheinlich, hieß es in Moskau.

Putin muss unterschreiben

Die Staatsduma hatte zudem bis zum Mittwochmittag noch nicht über einen entsprechenden Gesetzentwurf diskutiert. Nötig ist schließlich auch die Unterschrift von Kremlchef Wladimir Putin. Dessen politischer Ziehsohn Dmitri Medwedew hatte 2011 noch als Präsident die Abschaffung der „Winterzeit“ vorangetrieben und als Vorteil „für Mensch und Vieh“ gelobt.

dpa

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