Opferzahl steigt weiter

Bangladesch: Schon mehr als 700 Tote

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Am Dienstag korrigierte die Poliztei die Zahl der Todesopfer auf 705.

Dhaka - Zwei Wochen nach dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch ist die Zahl der Todesopfer auf über 700 gestiegen. Die Polizei gab sie am Dienstag mit 705 an.

Die Bergungsarbeiten im Schutt des einst achtstöckigen, teils illegal errichteten Baus gingen aber immer noch weiter.

Ebenfalls am Dienstag blockierten Hunderte Überlebende eine große Straße in der Nähe des Unglücksort in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka. Die Textilarbeiter verlangten ihre Löhne und andere Leistungen. Sie waren in einer der fünf Textilfabriken in dem kollabierten Gebäude angestellt gewesen. Nach Angaben eines Vertreters der lokalen Behörden wird derzeit mit der Textilindustrie verhandelt, damit die Arbeiter ihr Geld bekommen.

Der Verkehr auf der Straße wurde stundenlang unterbrochen. Informationen über gewalttätige Zusammenstöße gab es aber nicht. Die Katastrophe in dem Fabrikgebäude, das vor dem Zusammensturz bereits Risse gehabt haben soll, gilt als das schlimmste Industrieunglück in der Geschichte des Landes und das schlimmste in der Geschichte der Textilindustrie.

1911 waren bei einem Unglück in der Triangle Shirtwaist Fabrik in New York 146 Arbeiter getötet worden. Nach dem Aufschwung der südostasiatischen Textilindustrie häuften sich dort in den vergangenen Jahren tödliche Unglücksfälle. So starben 2012 in Pakistan 260 Menschen und in Bangladesch 112 Menschen bei Fabrikbränden.

ap

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