War es eine "Schwarze Witwe"?

Mehrere Tote nach Terroranschlag in Wolgograd

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Der Bus nach der Explosion.

Moskau - Bei der schweren Busexplosion in der russischen Stadt Wolgograd handelt es sich nach Angaben von Ermittlern offenbar um einen Terroranschlag.

Bei einer schweren Explosion in einem Bus in der russischen Stadt Wolgograd sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Möglicherweise sei in dem Fahrzeug ein Sprengsatz in die Luft gegangen, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee am Montag der Agentur Interfax zufolge mit. Mehr als 20 Passagiere seien verletzt worden, darunter zehn schwer.

Am Ort der Detonation seien Teile eines Sprengsatzes gefunden worden, meldete die Staatsagentur Ria Nowosti unter Berufung auf Ermittler. Experten des Inlandsgeheimdienstes FSB riegelten die Stelle ab. Die Hintergründe der Detonation in der Wolgametropole, dem früheren Stalingrad, waren jedoch unklar.

Offiziell wurde ein Verfahren wegen Mordes eingeleitet. Interfax meldete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass ein Terroranschlag nicht ausgeschlossen werde. Inzwischen teilten Ermittler der Agentur Interfax mit, dass eine „Schwarze Witwe“ eines Terroristen das Attentat am Montag verübt habe.

In Russland kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Anschlägen mit Toten und Verletzten.

Islamisten aus dem Nordkaukasus, die eine Unabhängigkeit von Moskau anstreben, hatten zuletzt Gewalt angedroht, um die Olympischen Winterspiele in der Stadt Sotschi 2014 zu verhindern. Wolgograd galt bisher allerdings nicht als Ziel für Anschläge.

In der Vergangenheit kam es bisweilen auch zu solchen schweren Zwischenfällen, weil Passagiere illegal Handgranaten oder ähnliche Sprengsätze bei sich führten, die beim Transport explodierten. Das Zivilschutzministerium veröffentlichte ein Bild des Busses mit herausgesprengten Türen und Fenstern. Dort war zunächst noch die Rede von 5 Toten und 23 Verletzten.

dpa/AFP

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