Schwerer Schulbusunfall auf Autobahn

Westerstede - Der Bus ist an seiner rechten Seite aufgerissen. Auf der Fahrbahn der A28 liegen Sitze, Infusionsflaschen, Decken und Butterbrotdosen. Ein Ausflug endet für Kinder aus Niedersachsen als Tragödie.

Ein Klassenausflug im Bus ist für eine Schülergruppe aus Niedersachsen zur Schreckensfahrt geworden. Zwölf Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, als ihr Reisebus am Donnerstag an einer Baustelle der A 28 bei Apen im Kreis Ammerland in einen stehenden Sicherungslaster donnerte. Die meisten Verletzten seien Schüler im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, sagte Polizeisprecher Dirk Fey. Der Bus wurde an der rechten Seite bis zur hinteren Tür aufgerissen. Zwischenzeitliche Berichte, eine der Begleiterinnen sei tödlich verletzt worden, bestätigten sich nach Polizeiangaben nicht.

Bilder vom Unglücksort

Schwerer Schulbusunfall auf Autobahn

Die Schulklasse aus Hage im Landkreis Aurich ist auf dem Weg zu einer Reitveranstaltung, als es gegen 9.30 Uhr an einer Tagesbaustelle zu dem tragischen Unglück kommt. Über Stunden gibt es widersprüchliche Nachrichten über die Zahl der Opfer. Am Unglücksort bietet sich ein Bild der Verwüstung. Überall liegen Metall- und Glassplitter.

In dem Bus sind 26 Menschen, 23 davon Kinder. Direkt nach dem Unfall sind drei Rettungshubschrauber und mehr als ein halbes Dutzend Rettungswagen im Einsatz. Die Autobahn wird in beide Richtungen voll gesperrt. Alle Umleitungsstrecken sind nach Angaben der Polizei völlig überlastet. Auch dort sei es zu Unfällen gekommen.

“Es sieht sehr schlimm aus“, sagt eine Augenzeugin am Unglücksort. Auf der Fahrbahn liegen Sitze des Busses, Decken, Tücher und Infusionsflaschen. Einige Menschen vor Ort stehen unter Schock. Am Mittag sind alle Kinder aus dem Buswrack geborgen. Sie werden in Kliniken der Umgebung von Ärzten versorgt.

Nach dem Unglück sind viele Menschen in Hage geschockt. “Wir haben das mit Bestürzung aufgenommen“, sagt der Vertretungs-Bürgermeister, Johann Schoolmann, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Schule und die Eltern sind informiert. “Es ist unsere Schule, wir warten weiter auf Informationen.“ Für die Angehörigen steht unter 0491 97690237 ein Krisentelefon bei der Polizei bereit.

Riesiges Glück haben fünf Arbeiter, die an der Tagesbaustelle nahe dem Unfallort Bäume beschneiden. Erst habe der Bus den 20 Tonnen schweren Sicherungslaster gerammt. Dann schob er ihn nach Angaben des Leiters der Autobahnmeisterei Leer, Dietmar Hitz, 50 Meter weit nach vorne und dann in einen Graben. Der Unfallbus selbst kommt erst 80 Meter nach dem Zusammenprall zum Stehen - ganz in der Nähe der Arbeiter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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