Mehr als 300 Tote im Iran

Horror-Beben: Suche nach Opfern eingestellt

Teheran - Nach den verheerenden Erdbeben im Nordwesten des Irans mit mehr als 300 Todesopfern haben die Rettungskräfte am Sonntag die Suche nach Überlebenden eingestellt.

Die Zahl der Toten nach den beiden schweren Erdbeben im Nordwesten Irans ist auf 306 gestiegen. Viele der Opfer seien in Krankenhäusern oder auf dem Weg dorthin gestorben, teilte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid-Dastdscherdi am Montag in Teheran mit. Am Sonntag war die Zahl der Toten noch mit 227 angegeben worden. Nach amtlichen Angaben wurden zudem bis zu 2000 Menschen verletzt.

Die Rettungsarbeiten seien abgeschlossen, ergänzte die Ministerin. Es seien keine weiteren Leichen unter den Trümmern zu bergen. Die Beben hatten am Samstag in der Provinz Aserbaidschan mehr als 100 Dörfer erschüttert. US-Geologen maßen Stärken von 6,3 und 6,4. Der Iran gehört zu den geologisch unruhigsten Erdbebenzonen der Welt.

Bilder von der Unglücksregion

Verheerendes Erdbeben im Iran

In der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan waren am Samstag mehr als 100 Dörfer von zwei Beben getroffen worden. Die Erdstöße trafen die Region binnen 11 Minuten. Am stärksten sollen die Städte Ahar und Varzeghan getroffen worden sein. In einigen Dörfern der Umgebung werden noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern vermisst.

Papst ruft zur Solidarität mit Erdbebenopfern auf

Papst Benedikt XVI. hat die Weltgemeinschaft zur Hilfe und zur Solidarität für die betroffenen Menschen aufgerufen. Benedikt ging am Sonntag nach dem Angelus-Gebet in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo auch auf die Opfer der Unwetter auf den Philippinen und in China ein. “Diese Ereignisse haben zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert, Tausende Evakuierungen und ungeheure Schäden“, klagte der Papst der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Die Menschen seien nun auf “unsere Solidarität und unsere Unterstützung“ angewiesen.

dapd/dpa

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