Tote Milliardärin in Nizza

Schwiegersohn widerruft Mord-Geständnis

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Wojciech Janowski bei seiner Festnahme.

Nizza - Der Schwiegersohn der ermordeten monegassischen Milliardärin Hélène Pastor hat sein Geständnis widerrufen. Seine Erklärung klingt allerdings recht fadenscheinig.

Der polnische Geschäftsmann Wojciech Janowski bestreite jetzt, den Mord an der 77-jährigen Immobilienmogulin in Auftrag gegeben zu haben, sagte sein Anwalt Erick Campana am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Marseille. Der langjährige Lebenspartner von Hélène Pastors Tochter Sylvia nahm demnach sein Geständnis, das er in Verhören abgelegt hatte, bei einem Termin beim Haftrichter zurück.

Janowski, der bis vor kurzem polnischer Honorarkonsul in Monaco war, habe die "Tragweite der Begriffe" falsch eingeschätzt, welche die Polizisten benutzt hätten, sagte der Anwalt. Er habe erklärt, "dass er zwar Französisch spricht, aber nicht alle Feinheiten unserer Sprache versteht".

Hélène Pastor war am 6. Mai nach einem Besuch bei ihrem Sohn in einem Krankenhaus in Nizza in ihrem Auto niedergeschossen worden und später ihren schweren Verletzungen erlegen. Auch ihr Fahrer wurde getötet. Der Schütze und sein Komplize entkamen zunächst unerkannt. Die Familie Pastor hat im Immobiliengeschäft in Monaco, wo Wohnraum sehr teuer ist, ein riesiges Vermögen angehäuft. Die Tat sorgte in Monaco und über die Grenzen des kleine Fürstentums am Mittelmeer hinaus für Entsetzen.

Die Staatsanwaltschaft von Marseille erklärte am vergangenen Freitag, dass der zuvor festgenommene Janowski gestanden habe, den Mord in Auftrag gegeben und seinen Fitnesstrainer mit der Organisation der Tat beauftragt zu haben. Auch der Fitnesstrainer gestand demnach. Als mutmaßlicher Todesschütze wurde ein polizeibekannter Krimineller aus Marseille festgenommen, ebenso sein mutmaßlicher Komplize bei der Tat. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Janowski es auf das Vermögen der reichen Dame abgesehen hatte.

afp

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