Genießen Sie die Sonne!

Sommerliches Bilderbuchwetter mit kleinen Schönheitsfehlern

Offenbach - Viele Freibäder verlängern die Saison, die Eisdielen freuen sich über späte Hochkonjunktur. Der Spätsommer verwöhnt Deutschland weiter mit viel Sonne und Temperaturen von mehr als 25 Grad. 

"Hoch "Johannes" gibt nicht auf, unser Wetter sommerlich zu gestalten", sagte die Meteorologin Anna Wieczorek vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Bei viel Sonne können die Temperaturen am Donnerstag bis auf hochsommerliche 31 Grad steigen. Am Freitag und am Samstag sind noch einmal bis zu 29 Grad möglich. 

Zwar nähert sich das Tief "Petra" mit Kaltluft von den Britischen Inseln allmählich, dem Hoch "Johannes" kann es zunächst jedoch nicht viel anhaben. Am Wochenende sorgt es für ein paar Schönheitsfehler in dem Bilderbuch-Spätsommerwetter. Zunächst sind dies aber nur ein paar dichtere Wolken und kurze Gewitter: Am Freitag in Südostbayern und am Samstagnachmittag im Nordwesten. "Erst zum Sonntag ziehen von Westen Wolken und Niederschlag auf, und das Gewitterrisiko steigt dabei wieder an", sagt Wieczorek. Damit ist aber noch nicht Schluss: "Aus jetziger Sicht scheint es in der kommenden Woche auch sommerlich weiterzugehen."

Viele Freibäder in Deutschland verlängern die Saison oder machen wieder auf, wie es bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen heißt. Solange die Badewasseraufbereitung noch nicht abgestellt ist, sei dies kein Problem. Viele könnten auf Saisonkräfte zurückgreifen und benachrichtigten ihre Gäste dann spontan. Das lohne sich sicherlich: "Die Badegäste kommen vor allem dann, wenn es mehrere Tage schön ist." Auch die Eisdielen und Straßencafés freuen sich über hochsommerliche Temperaturen, Biergärten über warme Sommerabende.

"Die Wetterlage, ein stabiles Hoch, ist nichts ungewöhnliches für Anfang September", sagte Meteorologe Andreas Würtz. Für die Wetterfachleute ist der Sommer schon mit dem August zu Ende gegangen. Empfinden die Menschen 30 Grad im September eigentlich als kühler als im Juli? Nein, meint der Experte: "Das Temperaturempfinden hängt allein mit der Feuchte und der Windgeschwindigkeit zusammen."

dpa

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt

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