Teuer nicht gleich gut

Sonnenblumenöle im Test: Überraschendes Ergebnis

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Gut muss nicht teuer sein: Viele günstige Öle schnitten bei einer Verkostung von Stiftung Warentest gut ab.

Berlin - Stiftung Warentest hat 28 Sonnenblumenöle unter die Lupe genommen und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Vor allem teure Sorten schnitten beim Test schlecht ab.

Kaltgepresste Öle gelten als qualitativ hochwertiger und geschmacksintensiver als raffinierte und sind deshalb fast immer deutlich teurer. Doch bei der Verkostung von Stiftung Warentest haben vor allem raffinierte, günstige Produkte gut abgeschnitten. Insgesamt wurde 28 Öle untersucht, 16 raffinierte und 12 kaltgepresste Sorten. Das Ergebnis: 13 wurden mit "gut", weitere 13 mit "befriedigend", eines mit "ausreichend" und eines mit "mangelhaft" bewertet.

Das günstigste Sonnenblumenöl, das als "gut" befunden wurde, kostet laut dem Testbericht gerademal 1,49 Euro pro Liter. Für die gleiche Menge des wegen seines stark ranzigen Geschmacks als "mangelhaft" bewerteten Bio-Öls aus Sonnenblumenkernen muss man dagegen 8,50 Euro zahlen. Typisch für kaltgepresste Öle ist eigentlich ein nussiges, kerniges Aroma. Doch insgesamt fünf dieser getesteten Sorten hatten nach Ansicht der Tester einen "leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack".

Unter den raffinierten Sorten gab es ein teures Schlusslicht, das wegen seines leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks und aufgrund des hohen Gehalts an ungesunden Transfettsäuren negativ auffiel.

Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer den Angaben zwar nicht. Doch bei allen raffinierten Ölen konnten Schadstoffe nachgewiesen werden, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wurden sogar Mineralöle entdeckt.

Zum Braten eigneten sich übrigens gerade mal sechs der untersuchten Öle wirklich gut.

vh

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