Unterstützung von Homosexuellen

Pfarrer wegen Facebook-Postings gefeuert

+
Sein Einsatz für Toleranz und Gleichberechtigung hat einen Pfarrer seinen Job gekostet.

New York - Der Studentenpfarrer einer katholischen Universität bei New York wurde gefeuert, weil er auf Facebook eine Kampagne zur Gleichberichtigung von Homosexuellen unterstützt hat.

Warren Hall, Studentenpfarrer der katholischen Seton Universität bei New York, muss sich einen neuen Job suchen, weil er sich im Netz für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen stark gemacht hat. 

Den Facebook-Post, um den es konkret geht, hatte Hall bereits vergangenen Herbst online gestellt. Darin warb er für die "NOH8" (No Hate)-Kampagne, die sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen einsetzt. Wenig später outete sich Hall selbst als homosexuell, gab aber an, im Zölibat zu leben.

Einen Monat später musste sich Hall vor seinen Vorgesetzten für den Facebook-Post rechtfertigen. Dieser warf ihm vor, er könne als katholischer Priester keine Organisation unterstützen, die eine Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen fordere. Hall entgegnete, er wolle lediglich vor Diskriminierung im Allgemeinen warnen und die Sache war vorerst vom Tisch.

Doch Mitte Mai bekam Hall die Anweisung, den Erzbischof von Newark, John Myers, anzurufen. Der versicherte ihm zwar, niemand wolle Diskriminierung, aber er habe andere Aufgaben an der Universität und müsse deswegen seinen Posten verlassen, erzählte Hall in einem Interview mit dem Portal outsports.com.

Ein Schlag ins Gesicht für den Pfarrer, der sich nach wie vor keiner Schuld bewusst ist: "Ich wurde beschuldigt, gegen die katholische Mission zu handeln, dabei dachte ich, ich würde sie unterstützen." Auf Twitter bedankte sich Hall, der ein gutes Verhältnis zu seinen Studenten hatte, bei seinen Unterstützern in der Universität. 

Was nun mit dem Pfarrer passiert, ist unklar. In einem Schreiben an den Erzbischof forderte Hall, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen. Dieser kann ihm die Auszeit gewähren oder sofort eine neue Arbeitsstelle zuweisen.

sr 

Meistgelesene Artikel

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Melbourne - Über drei Straßenblocks hinterlässt ein Amokfahrer in Melbourne eine Spur der Verwüstung. Vier Menschen hat er mit dem Auto getötet. Der …
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Freitag der 13.! Selbst wer nicht besonders abergläubisch ist, verbindet mit diesem Datum ein ungutes Gefühl. Wie genau der Aberglaube entstand ist …
Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Todesfalle: 16 Schüler sterben in brennendem Bus nahe Verona

Verona - Bei einem schweren Busunglück nahe Verona in Italien sind 16 Menschen ums Leben gekommen. 39 Reisende seien verletzt worden. Es handelt sich …
Todesfalle: 16 Schüler sterben in brennendem Bus nahe Verona

Kommentare