Studie: Mehr Hitzetote aufgrund des Klimawandels

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Ausgetrocknetes Flussbett in Kenia. Foto: Stephen Morrison/Symbol

Dessau-Roßlau (dpa) - Wegen des Klimawandels rechnen Experten einer aktuellen Studie zufolge mit mehr Hitzetoten in Deutschland.

Die Sterberate bei Herzkranken habe sich während der Hitzewellen zwischen den Jahren 2000 und 2010 bereits um 10 bis 15 Prozent erhöht, teilten Umweltbundesamt (UBA) und Deutscher Wetterdienst (DWD) gemeinsam in Dessau-Roßlau mit. In Zukunft seien wegen des Klimawandels mehr, längere und intensivere Hitzewellen zu erwarten, erklärte DWD-Vizepräsident Paul Becker.

Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte sich die hitzebedingte Sterblichkeit bei Herzkranken und älteren Menschen verdrei- bis verfünffachen. Die Gesundheitsbelastung werde voraussichtlich in den heute schon wärmeren Gebieten in Süd- und Westdeutschland am deutlichsten steigen.

Neben der Hitze werden auch extreme Temperaturschwankungen für zunehmende Beschwerden sorgen, prognostiziert die Studie. Um das gesundheitliche Risiko zu senken, raten die Experten zu einer gesunden Lebensweise. Zudem müsse sich das Gesundheitssystem auf das zunehmend belastende Wettergeschehen einstellen. Für die Untersuchung hatte der DWD im Auftrag des Umweltbundesamtes Daten früherer Studien ausgewertet und mit eigenen Erhebungen ergänzt.

Studie des Deutschen Wetterdienst im Auftrag des Umweltbundesamts

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