Stuttgart 21: Wütender Protest zum Baubeginn

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Gegner des Bahnprojektes "Stuttgart 21" demonstrieren während der so genannten Montagsdemonstration vor dem Bahnhof in Stuttgart gegen das umstrittene Bahnprojekt. Auf der "Stuttgart 21"-Baustelle stehen erste Baumverpflanzungen an.

Stuttgart - Unter starkem Polizeischutz und dem wütenden Protest von mehr als tausend Demonstranten sind am Dienstagmorgen die Bauarbeiten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 fortgesetzt worden.

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Die Gegner des Milliardenprojekts stellten sich vier Spezialfahrzeugen entgegen, die am frühen Morgen zum Bauplatz am Hauptbahnhof gebracht wurden. Mehrfach löste die Polizei mit Gewalt Sitzblockaden auf und machte den Weg frei. Dabei seien Schlagstöcke eingesetzt worden, berichtete der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann, der Nachrichtenagentur dpa. Einige Demonstranten besetzten Bäume.

Vor dem ehemaligen Nordflügel des Hauptbahnhofs sollen in den nächsten Tagen 16 Bäume den Bauarbeiten an einem Technikgebäude für den geplanten Tiefbahnhof weichen. Laut Bahn werden sie versetzt.

Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra

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Um 03.34 Uhr waren mehr als 32 000 Parkschützer über Handys oder E-Mail alarmiert worden. Die Gegner des Bahnprojekts lehnen die Verpflanzung der Bäume ab, da sie eine wichtige Funktion als Abgasfilter an einer vielbefahrenen Kreuzung hätten. Bereits am Montagabend hatten mehrere tausend Menschen bei der traditionellen Montagsdemo für einen Baustopp bei Stuttgart 21 demonstriert.

Am 30. September vergangenen Jahres waren bei einem Polizeieinsatz im Schlossgarten mehr als 100 Personen verletzt worden, als eine Baustelle zur Fällung der ersten 25 Bäume eingerichtet wurde. Danach wurde die Schlichtung unter Vorsitz des CDU-Politikers Heiner Geißler vereinbart, der sich Ende November für einen Weiterbau des Bahnhofs unter Auflagen aussprach. Unter anderem sollen gesunde Bäume im Schlossgarten nach Möglichkeit verpflanzt und nicht gefällt werden. Beim Bahnprojekt “Stuttgart 21“ soll der Hauptbahnhof für mehr als vier Milliarden Euro von einer Kopf- in eine unterirdische Durchgangsstation umgebaut werden.

dpa/dapd

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