Keinerlei private Motive

Niedergeschossener Taxifahrer: Laut Gericht Arbeitsunfall

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Der Vorfall ereignete sich im Jahr 2009. Der Täter wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. (Archivbild)

Darmstadt - Ein niedergeschossener Taxifahrer hat vor dem Hessischen Landessozialgericht Darmstadt durchgesetzt, dass der Angriff als Arbeitsunfall anerkannt wird.

Der Vorfall habe keinerlei private Motive gehabt, sondern etwas mit dem Beruf des Mannes zu tun, begründete das Gericht seine Entscheidung in einer Mitteilung am Dienstag. Die Berufsgenossenschaft hatte es anders gesehen: Der Mann hätte sich angesichts einer Schusswaffe sofort aus dem Streit heraushalten müssen. Nach Auffassung des Landessozialgerichts war der Taxifahrer aber von einem Elektroschocker ausgegangen.

Dem Mann hatten sich 2009 zwei ihm unbekannte, schreiende Männer genähert. Als er sie mehrfach erfolglos aufforderte, ruhig zu sein und sich zu entfernen, zog einer eine Schusswaffe und zielte auf den Kopf des Taxifahrers. Der Schuss löste sich nicht. Der Taxifahrer forderte die beiden erneut auf wegzugehen. Er dachte, es handele sich um einen Elektroschocker und nicht um eine Schusswaffe. Der Angreifer lud die Pistole durch, schoss dem Taxifahrer in den Bauch und verletzte ihn schwer. Das Landgericht Darmstadt verurteilte den Täter wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft.

dpa

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