Auch Russland kämpft gegen Flut

140 Tote durch Hochwasser in China

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Dieses Foto entstand am Sonntag in Yongzhou

Moskau/Peking - In China fordern verheerende Überschwemmungen immer mehr Opfer. Auch im benachbarten Russland steigen die Pegelstände nach sintflutartigen Regenfällen weiter. Immer mehr Menschen müssen ihr Zuhause verlassen.

In den Hochwassergebieten in Russland und China spitzt sich die Notlage immer weiter zu. In China stieg die Zahl der Toten durch Unwetter auf insgesamt mindestens 140, weitere 120 Menschen galten als vermisst. Wegen eines Taifuns mussten in drei Provinzen im Süden des Landes 1,2 Millionen Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im benachbarten Russland wurden mehr als 23 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Bei den heftigsten Überschwemmungen im Fernen Osten des Landes seit 1897 waren 6300 Häuser in 142 Orten überflutet.

Die Behörden in der Krisenregion warnten Händler davor, die Not der Menschen mit Wucherpreisen auszunutzen. „Falls jemand plötzlich mehr verlangt für Lebensmittel oder Benzin, wird er so hart bestraft wie ein Plünderer“, sagte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Schport.

Die Armee entsandte weitere Soldaten zum Bau von Schutzdämmen in die Region rund 6000 Kilometer östlich von Moskau. Zudem flog das Verteidigungsministerium 20 Tonnen Medikamenten und Impfstoff in die Stadt Chabarowsk. In dem Ort nahe der Grenze zu China stieg der Pegelstand des Flusses Amur um 18 Zentimeter auf 6,75 Meter. Der Wetterdienst erwartet einen weiteren Anstieg auf bis zu 7,80 Meter.

In China suchten schwerste Überschwemmungen und Erdrutsche unter anderem den Nordosten und den mittleren Landesteil heim. Im Süden löste zudem der Taifun „Utor“ heftige Regenfälle aus. Die Schäden gehen in die Milliarden. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief zu besonderen Anstrengungen bei den Rettungsarbeiten auf, wie Chinas Staatsmedien am Dienstag berichteten. Tausende Häuser sind zerstört. Die Wassermassen beschädigten auch Bahnstrecken, Straßen und Brücken. Vielfach sind Strom- und Telefonleitungen unterbrochen.

dpa

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