Toter Säugling gefunden - Vater festgenommen

Dietzenbach - Ein Vater soll im hessischen Dietzenbach seinen vier Wochen alten Sohn umgebracht haben. Gegen den 46-Jährigen besteht der dringende Verdacht auf Totschlag.

Der Mann sitzt deshalb in Untersuchungshaft, bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Die Obduktion des erst vier Wochen alten Babys hatte demnach eine Gewalteinwirkung ergeben. Die Todesursache sei ein Schütteltrauma gewesen, das Kind habe multiple innere Verletzungen erlitten, sagte die Sprecherin weiter.

Der Vorfall hatte sich bereits am Pfingstmontag ereignet. Der Vater sei daraufhin am Dienstag festgenommen worden und sitze seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Er habe von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und bisher keine Angaben gemacht. Die 27-jährige Mutter sei derzeit in Italien. Die Polizei habe bereits einmal telefonisch Kontakt zu ihr gehabt, die Hintergründe seien aber noch unklar. Eine der wichtigsten Fragen sei, warum sie nicht da gewesen und der Vater mit dem Kind allein gewesen sei, betonte die Sprecherin.

Der Mann hatte sich den Angaben zufolge am Pfingstmontag vermutlich allein in der Wohnung befunden. Er hatte den Angaben zufolge gegen Mittag den Notarzt gerufen, der den Tod des Säuglings feststellte. Wie die „Bild“-Zeitung am Freitag berichtete, soll das Neugeborene geschrien und sich nicht beruhigen lassen haben. Der Mann habe beim Eintreffen der Sanitäter behauptet, er sei eingeschlafen, danach sei das Baby tot gewesen. Die Sanitäter seien aber stutzig geworden, weil der tote Junge einen frischen Beinbruch gehabt habe.

dapd/dpa

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