Aktionsplan kostet Billionen

UNO will Armut bis 2030 beseitigen

New York - Billionen für ein besseres Leben: UNO will in nur zwanzig Jahren die Armut beseitigen. Zusätzlich verfolgt die Organisation noch andere ehrgeizige Ziele.

Die Kosten für die Umsetzung des neuen Aktionsplans der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung werden auf jährlich bis zu fünf Billionen Dollar (4,6 Billionen Euro) geschätzt. "Die Zahl, die allgemein zitiert wird, geht von 3,5 bis fünf Billionen Dollar jährlich aus, Jahr für Jahr", sagte der kenianische UN-Botschafter Macharia Kamau, dessen Land gemeinsam mit Irland die Verhandlungen geleitet hatte, am Montag. Dies sei "eine astronomische Zahl", doch sei das Programm "gewiss ambitioniert, aber nicht unmöglich umzusetzen".

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hatte im Jahr 2014 laut der Weltbank 3,852 Billionen Dollar betragen. Kamau betonte aber, es handle sich um nicht weniger als eine Agenda, um die "wirtschaftliche, soziale und ökologische Transformation" zu gestalten. Die UNO hofft, dass neben den Staaten auch die Wirtschaft zur Finanzierung der 17 Entwicklungsziele beiträgt, die am Sonntag in New York von den 193 UN-Mitgliedstaaten beschlossen wurden. Das Programm soll bei einem Sondergipfel am Rande der UN-Generaldebatte Ende September verabschiedet werden.

Mit dem ehrgeizigen Aktionsplan will die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 die Armut beseitigen, die Gleichstellung von Frauen vorantreiben und dem Klimawandel entgegensteuern. Der Aktionsplan umfasst 17 grundlegende Entwicklungsziele, die in 169 Unterpunkten ausgeführt werden. Das erste Ziel ist die Beendigung der Armut "in allen Formen und überall in der Welt". Die Umsetzung der Ziele, die an die UN-Milleniumsziele anknüpfen, ist für die Mitgliedstaaten freiwillig. Allerdings soll sie anhand fester "Indikatoren" regelmäßig überprüft werden.

AFP

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