Unruhen in Kairo: Schon sieben Tote

Kairo - Die Lage in Kairo hat sich nach vier Tagen Straßenkämpfen rund um das ägyptische Innenministerium am Montag beruhigt. Das Wochenende forderte mehrere tausend Verletzte.

Nach Angaben von Augenzeugen standen zwar noch mehrere Dutzend Demonstranten in Gruppen zusammen. Es flogen jedoch keine Steine mehr, auch die Tränengas-Attacken der Polizei hörten auf.

Das Nachrichtenportal der regierungsnahen Zeitung „Al-Ahram“ meldete, ein weiterer Demonstrant sei am Morgen an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Seit dem Beginn der Ausschreitungen am Donnerstag starben sieben Zivilisten, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Etwa 2000 Menschen wurden verletzt, darunter etwa 200 Angehörige der Sicherheitskräfte.

Auslöser der jüngsten Welle von Gewalt waren Krawalle in einem Fußballstadion in der Stadt Port Said. Dabei waren am vergangenen Mittwoch 74 Menschen ums Leben gekommen. Gegner des Militärrates, der nach dem Abgang von Präsident Husni Mubarak vor einem Jahr die Macht hat, vermuten, dass die Katastrophe in dem Stadion von Schlägertrupps des Innenministeriums provoziert wurde.

dpa

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