Unwetter setzt Hamburg unter Wasser

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Unwetterartige Regenfälle haben am Montag in Hamburg für Überschwemmungen gesorgt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Hamburg -Starker Regen hat am Montagabend in Hamburg viele Straßen unter Wasser gesetzt und Keller volllaufen lassen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung herausgegeben.

Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Die Kräfte wurden unter anderem ins Rathaus und in die Innenbehörde gerufen - dort waren Technikräume voller Wasser. An Unterführungen wie etwa am Hauptbahnhof lief das Wasser “sturzbachmäßig runter“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch an der Alster waren Straßen überflutet, Auto- und Fahrradfahrer kamen nicht vorwärts. An einer Hauptstraße drohte die Fassade eines Gebäudes einzustürzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Montag in weiten Teilen Deutschlands vor Unwettern gewarnt.

In Hamburg waren mehr als 1000 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie wurden beispielsweise zum Rathaus gerufen, auch die Staatsoper oder das berühmte Hotel Atlantic waren betroffen. An Unterführungen wie etwa am Hauptbahnhof lief das Wasser “sturzbachmäßig runter“, sagte der Feuerwehrsprecher. Wer mit dem Boot auf der Alster war, rettete sich an Land.

Auto- und Fahrradfahrer kamen auf den überfluteten Straßen kaum vorwärts. Wasser drückte viele Gullydeckel hoch. An einer Hauptverkehrsachse, der Willy-Brandt-Straße, drohte die Fassade eines Gebäudes einzustürzen.

Die Feuerwehr rückte innerhalb von gut drei Stunden zu mehr als 765 wetterbedingten Einsätzen aus. Zum Vergleich: “An einem normalen Tag haben wir innerhalb von 24 Stunden etwa 630 Einsätze.“

Auch über Nordrhein-Westfalen zog am Montag nach den schweren Unwettern vom Wochenende eine weitere Unwetterfront. “Die ist aber zwei Stufen schwächer als die vom Sonntag“, sagte Meteorologe Günther Hamm vom DWD in Essen.

In Bonn musste die Feuerwehr bis zum Abend etwa 40 Mal ausrücken, um einen Straßentunnel und vollgelaufene Keller leerzupumpen. “Kein Vergleich zum Sonntag“, hieß es bei der Leitstelle. Auch in Köln hieß es: “Das hält sich im Rahmen.“ Bei dem heftigen Unwetter am Sonntag war in Königswinter bei Bonn eine 13-Jährige ums Leben gekommen.

dpa

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