Nach Not-Abwurf

Great Barrier Reef:  Bombenbergung geplant

Sydney - Zwei US-Kampfflugzeuge haben bei einer Übung in Australien Bomben über dem weltberühmten Korallenriff Great Barrier Reef abgeworfen.

Es habe sich um eine Notfall-Maßnahme gehandelt, teilte die US-Marine am Sonntag mit. Die vier unscharfen Sprengkörper seien am Dienstag vor der Küste des Bundesstaats Queensland im Meer versenkt worden. Die beiden Kampfjets sollten die Bomben ursprünglich auf einer nahe gelegenen Insel abwerfen. Nachdem mehrere Versuche scheiterten, mussten die Piloten die Bomben wegen Spritmangels über dem als Weltnaturerbe anerkannten Schutzgebiet abwerfen.

Die Sprengkörper landeten nach Angaben der US-Marine aber nicht direkt auf dem Korallenriff, sondern in einem abseits gelegenen, 50 bis 60 Meter tiefen Wassergraben. Eine Gefahr für Menschen oder die Natur bestehe nicht.

Die US-Marine erwägt jetzt die Bergung der Bomben aus dem Meer. Wenn die australischen Behörden dies wünschten, werde man gemeinsam den Bergungsprozess koordinieren, sagte ein Sprecher der 7. US-Flotte am Montag.

Das Great Barrier Reef ist das weltgrößte Netzwerk von Korallenformationen. Das an Meeresfauna besonders reiche Riff erstreckt sich über mehr als 3000 Kilometer entlang der Nordostküste Australiens. Derzeit nehmen rund 28.000 australische und US-amerikanische Soldaten an einer gemeinsamen Militärübung in Queensland teil.

afp/ap

Rubriklistenbild: © dpa

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