Peinliche Verwaltungspanne

Mississippi schafft erst jetzt Sklaverei ab

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Afrikanische Sklaven werden um 1860 auf einem Markt in den Südstaaten versteigert (undatierte Zeichnung).

Washington - Im US-Bundesstaat Mississippi ist wegen einer Verwaltungspanne erst in diesem Monat die Sklaverei offiziell abgeschafft worden.

Es sei schlicht vergessen worden, das Ergebnis einer Abstimmung zum formalen Ende der Sklaverei an höhere US-Behörden weiterzuleiten, berichtet das Magazin „Time“. Die fehlende Akte sei am 7. Februar offiziell nachgereicht worden - 148 Jahre nachdem der Besitz von Sklaven im Rest des Landes für illegal erklärt wurde.

Im November letzten Jahres war ein Professor der Universität von Mississippi bei einer Internetrecherche auf den Verwaltungsfehler gestoßen. Er hatte im Kino den Spielberg-Film „Lincoln“ gesehen und wollte sich informieren, wie in seinem Bundesstaat die Sklaverei abgeschafft wurde. Heraus kam, dass der Südstaat ohnehin erst als letzter Bundesstaat im Jahr 1995 das Ende der Sklaverei formell anerkannt hatte, ohne jedoch das nötige Dokument weiterzureichen.

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Der US-Kongress hatte die Sklaverei bereits 1865 für ungesetzlich erklärt. Ein Großteil der Bundesstaaten hatten die Gesetzesänderung im selben Jahr beschlossen. Neben Mississippi hatten sich vier Staaten geweigert, die Verfassungserweiterung anzunehmen. Über die Jahrzehnte geriet sie in Vergessenheit. „Am Ende haben wir es doch noch hinbekommen“, kommentierte Senator Hillman Frazier, der an der Abstimmung von 1995 beteiligt war.

dpa

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