Vergewaltigungsprozess gegen Lübecker Schüler geplatzt

Berlin/Hamburg - Die Londoner Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen zwei Lübecker Schüler, die im Mai in London eine 15-Jährige vergewaltigt haben sollen, eingestellt.

Das bestätigte der Lübecker Rechtsanwalt Andreas Mroß am Freitag in Lübeck. Die Londoner Staatsanwaltschaft habe mitgeteilt, dass keine ausreichenden Beweise für ein ordnungsgemäßes Strafverfahren vorlägen. Ein Grund dafür sei, dass das Opfer, eine Realschülerin aus Bremen, sich geweigert habe, mit den britischen Behörden zu kooperieren, sagte Mroß.

Die beiden 19-jährigen Lübecker sollen das Mädchen während einer Klassenfahrt in einer Londoner Jugendherberge vergewaltigt und die Tat gefilmt haben. Ob nun auch das im Mai von der Lübecker Staatsanwaltschaft eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen die jungen Männer eingestellt wird, ist noch unklar.

Der Pressesprecher der Behörde, Klaus-Dieter Schultz, erklärte am Freitag, ihm lägen bislang keine Informationen aus London über die Einstellung des Verfahrens vor. Wenn es dabei bleibe, dass die Geschädigte sich nicht zum Tatgeschehen äußere, müssten auch die Lübecker Ermittlungen möglicherweise eingestellt werden.

dpa

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