Auf Festplatz in Dabel 

Blitzeinschlag am Vatertag - viele Verletzte

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Das herannahende Donnergrollen nahm auf dem Festplatz kaum einer ernst. Schon so manches Mal hatten sie im norddeutschen Dabel trotz Gewitters gefeiert. Doch diesmal schlug ein Blitz ein - mitten ins Fest.

Dabel - Das herannahende Donnergrollen nahm auf dem Festplatz kaum einer ernst. Schon so manches Mal hatten sie im norddeutschen Dabel trotz Gewitters gefeiert. Doch diesmal schlug ein Blitz ein - mitten ins Fest.

Es war eine entspannte Vatertagsparty - bis es kurz vor 13.00 Uhr krachte. „Wir sind alle ungefähr zehn Zentimeter in die Höhe gerissen worden“, sagte Manfred Schliehe nach dem verheerenden Blitzeinschlag in Dabel östlich von Schwerin. Der Präsident des Karneval Club Dabel wartete am Donnerstag gerade auf sein Mittagessen am Imbisswagen auf dem Festplatz am Holzendorfer See. Da schlug der Blitz bei einem plötzlich aufgezogenen Gewitter in eine Birke ein.

„Wir sahen ein blaues Licht überall direkt über dem Boden“, erzählte Schliehe. Eine Frau neben ihm schrie auf. Sie gehörte zu den Dutzenden Verletzten, die in die umliegenden Krankenhäuser gebracht wurden. Schliehe kam mit dem Schrecken davon. Aber noch Stunden später stand ihm die Erschütterung ins Gesicht geschrieben.

Das Fest hatte, wie seit vielen Jahren Tradition in Dabel, am Morgen um 9.00 Uhr mit einer Andacht zum Feiertag Christi Himmelfahrt in der Dorfkirche begonnen. Am Morgen traf man sich dann auf dem Festplatz am See. Der Karneval Club veranstaltete die Herrentagsparty traditionell mit den Dabeler Müllerburschen, einer Musikkapelle.

Rund um den etwa 10 mal 20 Meter großen, gepflasterten Festplatz standen Bier- und Imbisswagen, ein Glücksrad war auch dabei. Drumherum Wiesen, auf denen viele der 500 Besucher fröhlich feierten. Die über den See herannahenden Gewitterwolken und das Donnergrollen nahm keiner ernst. „Wir haben hier schon oft trotz Regens und Gewitters gefeiert“, sagte Schliehe.

Michael Kleimenhagen vom Elferrat des Karneval Clubs schenkte gerade Bier aus, als das Unglück geschah. Ihm passierte nichts, da er im Schankwagen stand. Er sah, wie es viele Festgäste in die Höhe riss, wie Menschen zusammenbrachen. „Wir sind tief erschüttert, wir wünschen ihnen das allerbeste“, sagte er.

Bürgermeister Herbert Rohde, der zum Unglückszeitpunkt im Auto saß, um seine Tochter nach Hause zu bringen und deshalb unverletzt blieb, lobte die disziplinierten Rettungsarbeiten. „Zum Glück waren Vertreter der Sozialstation privat auf dem Fest.“ Gott sei Dank sei keine Panik ausgebrochen, sagte Rohde wenige Stunden nach dem Unglück. Da waren Wege und Wiesen zwar noch etwas matschig vom starken Regen. Doch sonst sah es so aus, als wäre nichts gewesen.

dpa

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