Verletzte bei Erdbeben in Neuseeland

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Ein zerstörtes Gebäude in Christchurch.

Wellington - Zwei Menschen sind bei einem starken Erdbeben in Neuseeland schwer verletzt worden. Die Region ist Beben gewöhnt, doch dieses war ungewohnt heftig.

Nach Krankenhausangaben erlitten mehrere Menschen leichte Verletzungen wie Schnittwunden, Prellungen oder Knochenbrüche. Die am stärksten betroffene Stadt Christchurch auf der Südinsel rief am Samstagmorgen den Notstand aus.

Das Beben der Stärke 7,1 - zuvor waren von Experten 7,2 und 7,4 genannt worden - zerstörte in der größten Stadt der Südinsel Gebäude, Brücken, Straßen und Autos. Es seien zehn spürbare Nachbeben der Stärken 3,9 bis 5,2 registriert worden. Seismologen warnten vor einem größeren Nachbeben.

“Es sieht in unserem Stadtteil aus wie nach einem Bombenanschlag“, berichtete Sabine Cook der Nachrichtenagentur dpa am Telefon. Die Bochumerin wohnt seit 22 Jahren in Christchurch. Durch das Beben hat sie ihr Haus verloren: “Die Polizei hat uns noch einmal ins Haus gelassen, um schnell die nötigsten Sachen in Tüten und Koffer zu packen“, sagte die Immobilienmaklerin. “Jetzt wissen wir nicht, wie es weitergeht.“ Sie sei mit ihrem neuseeländischen Mann zunächst bei deutschen Freunden untergekommen.

Auch der öffentliche Personennahverkehr war nach den Erschütterungen am frühen Morgen gestört. Der Schienenverkehr auf der Südinsel wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt.

In der Stadt fiel großflächig die Strom- und Wasserversorgung aus, wie örtliche Medien berichteten. Auch Handynetze seien ausgefallen. Viele Menschen liefen im Dunkeln in Schlafanzügen auf die Straßen, hieß es auf der Website der Lokalzeitung “The Press“.

Der internationale Flughafen der Stadt wurde evakuiert. Ein Mann, der die Erschütterungen dort erlebt hatte, berichtete: “Das ganze Terminal fing an zu schwanken.“

Nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS lag das Epizentrum rund 30 Kilometer nordwestlich von Christchurch. Die Erschütterungen am Samstagmorgen um 4.35 Uhr örtlicher Zeit (18.35 MESZ) seien auf der ganzen Südinsel zu spüren gewesen. “Wir sind sofort aus dem Haus. Es hat bestimmt zwei Minuten lang ganz schlimm gegrollt und gedonnert. Es war ganz schlimm“, berichtete Sabine Cook.

dpa

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