Gericht lehnt Entschädigung ab

Versicherungsbetrüger schneidet sich selbst Finger ab

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Der Angeklagte mit seiner wohl selbst verstümmelten Hand.

Kiel - Ein Mann gibt bei der Versicherung an, zwei Finger bei einem Kreissägen-Unfall verloren zu haben. Die glauben ihm nicht und ziehen vor Gericht - und gewinnen den Fall.

Die Unfallversicherung eines 50-Jährigen, der zwei Finger in einer Kreissäge verlor, muss nicht zahlen. Der Mann scheiterte am Freitag auch vor einer Zivilkammer des Kieler Landgerichts mit seiner Unfallversion. „Der Kläger hat seine Finger nicht durch ein Unfallereignis verloren“, sagte die Zivilrichterin. „Die Abtrennung der Finger erfolgte freiwillig.“

Sie wies damit die Klage des Mannes auf Auszahlung einer Versicherungssumme von rund 100 000 Euro ab. Insgesamt klagt der Mann gegen vier Unfallversicherungen über eine Schadenssumme von bis zu 1,4 Millionen Euro.

Das Amtsgericht Norderstedt hat ihn bereits wegen versuchten Versicherungsbetrugs zu einem Jahr und zehn Monaten Bewährungsstrafe verurteilt. In beiden Fällen geht der Mann - er ist selbst Versicherungsexperte - mit Rechtsmitteln gegen die Entscheidungen

dpa

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