Vier Tote und 50 Vermisste nach Grubenunglück

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Der Eingang zum Qianqiu-Bergwerk

Peking - Nach einem schwachen Erdbeben ist es in einem Bergwerk in China zu einem sogenannten Gebirgsschlag gekommen. Vier Menschen starben, 50 Kumpel werden noch vermisst.

Bei einem Grubenunglück in Zentralchina sind mindestens vier Kumpel getötet und 50 verschüttet worden. Sieben Vermisste konnten am Freitag lebend geborgen werden, doch das Schicksal der anderen Bergleute war ungewiss. Das Unglück geschah am Donnerstagabend bei einem Einsturz in der Qianqiu-Grube in Sanmenxia (Provinz Henan), wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die sieben Bergleute wurden aus 510 Metern Tiefe gerettet. Einer wurde schwer verletzt, die anderen sechs kamen mit leichten Blessuren davon. Kurz vor dem Bergschlag, bei dem sich Spannungen im Gestein schlagartig lösen, gab es in der Gegend ein leichtes Erdbeben. Ein 780 Meter tiefer Schacht des Bergwerks wurde von Steinen versperrt. Die Kohlegrube mit einer Jahresförderung von 2,1 Millionen Tonnen gehört dem staatlichen Unternehmen Yima.

Erst Ende vergangener Woche waren bei zwei Gasexplosionen 47 chinesische Bergleute ums Leben gekommen. 29 Kumpel starben am Samstag (30. Oktober) in einem Kohlebergwerk in Hengyang (Provinz Hunan). Am Donnerstag zuvor (27. Oktober) waren in Jiaozuo in der Provinz Henan 18 Bergmänner ums Leben gekommen. Erste Ermittlungen zeigten, dass die Grubenmanager keine ausreichende Vorsorge gegen das Risiko einer Gasexplosion ergriffen hatten, wie Xinhua schrieb.

Hinter den Unglücken in Chinas Bergwerken stecken oft schlechte Sicherheitsvorkehrungen, unzureichende Ausrüstung sowie mangelnde Aufsicht wegen Vetternwirtschaft zwischen Grubenbesitzern und örtlichen Funktionären. Einige tausend Bergarbeiter sterben jedes Jahr. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, da viele Unglücke vertuscht werden.

dpa/dapd

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