Im Schlaf überrascht

Wacken: Gemeine Banden ärgern die Besucher

Wacken - Nach einem verregneten Anreisetag startet das Wacken Open Air offiziell - in knöcheltiefem Matsch. Doch zumindest die Polizei zeigt Humor. Doch bei den Diebstählen gibt es Ärger.

Heftiger Regen und knöcheltiefer Matsch haben die Anreise zum „Wacken Open Air 2015“ zu einer Herausforderung gemacht. Nach Regengüssen mit mehr als 30 Litern pro Quadratmetern in der Nacht forderten Veranstalter und Polizei die Besucher des berühmten Heavy-Metal-Festivals am Donnerstag auf, nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Wer dennoch im eigenen Fahrzeug anrollte, steckte kurz vor dem Ziel in kilometerlangen Staus fest. Das Befahren der verschlammten Campingflächen in Schleswig-Holstein gestaltete sich schwierig und lief weniger flott als gewohnt, berichtete die Polizeidirektion Itzehoe.

75 000 zahlende Besucher werden das Dorf Wacken bis zum Wochenende zum internationalen Zentrum der Hardrock-Szene machen. Das Festival gilt nach Angaben der Veranstalter als größtes Heavy-Metal-Ereignis der Welt. Die 160 Euro teuren Karten waren bereits im Vorverkauf vor einem Jahr nach 12 Stunden ausverkauft.

Aus Angst vor einem „Schlammbad“ und zum Schutz vor der kalten Nässe verbrachten zahlreiche Festival-Besucher die Nacht in ihren Fahrzeugen. Wer auf den morastigen Camping-Plätzen trotzdem ein Zelt aufbaute, lockte Diebe: Bis zum Vormittag zählte die Polizei 44 Diebstahl-Anzeigen.

„Nahezu alle ereigneten sich, während die Geschädigten schliefen, zumeist im Zeitraum zwischen 2.00 Uhr und 6.00 Uhr“, sagte Polizeisprecherin Merle Neufeld. „Für die Diebstähle sind meist organisierte Gangs verantwortlich“, sagte Open-Air-Chef Thomas Jensen.

„Wacken: Feucht, aber fröhlich!“, lautete dennoch eine erste Bilanz der Polizei am Donnerstag.

dpa

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