Spionage-Vorwurf

Iran verurteilt "Washington Post"-Journalist zu Haftstrafe

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Jason Rezaian sitzt im Iran im Gefängnis.

Teheran - Der Korrespondent der "Washington Post", Jason Rezaian, ist wegen Spionage im Iran zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Dies sagte ein iranischer Justizsprecher am Sonntag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Über die Länge der Haftstrafe machte er keine Angaben. Dem im vergangenen Jahr festgenommenen 39-Jährigen waren unter anderem Spionage und Zusammenarbeit mit feindlichen Regierungen vorgeworfen worden.

Derselbe Justizsprecher hatte am 11. Oktober mitgeteilt, dass im Spionageprozess gegen Rezaian ein Urteil gefallen sei. Dessen Inhalt war aber bislang nicht veröffentlicht worden. Der Fall wurde seit Mai in Teheran vor dem Revolutionsgericht hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Rezaian und seine iranische Frau Yeganeh Salehi waren im Juli 2014 in ihrem Haus in Teheran festgenommen worden. Salehi, die ebenfalls Journalistin ist, wurde im Oktober gegen Kaution freigelassen.

Rezaian besitzt die iranische und die US-Staatsbürgerschaft. Die US-Regierung forderte wiederholt seine Freilassung. Nach Angaben von Rezaians Anwältin Leila Ahsan gibt es für die Anschuldigungen gegen den Journalisten keine Beweise.

AFP

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