In Bangladesch

Textilfabriken wegen Baumängeln geschlossen

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Um Einstürze wie den einer Fabrik in Bangladesch im vergangenen Jahr zu vermeiden, wurden vier Fabriken komplett und zwei teilweise geschlossen.

Bangladesch - In Bangladesch sind weitere Textilfabriken wegen Baumängeln geschlossen worden. Vier Fabriken wurden komplett und zwei weitere teilweise geschlossen.

Das teilten die Behörden am Mittwoch mit. Von den westlichen Handelsketten angeheuerte Ingenieure hätten erhebliche Mängel an den Gebäuden festgestellt.

Ein Behördenvertreter sagte AFP, ein Regierungsausschuss habe die Schließung von vier Fabriken in einem mehrstöckigen Gebäude in der Hafenstadt Chittagong angeordnet sowie von zwei Etagen unterschiedlicher Fabriken in der Hauptstadt Dhaka. Die von westlichen Handelsketten beauftragten Ingenieure hätten auf die Risiken hingewiesen. Schon im vergangenen Monat waren drei Fabriken in Dhaka geschlossen worden, wodurch 4000 Menschen arbeitslos wurden.

Fataler Fabrikeinsturz: Weitere Tragödien vermeiden

Die westlichen Einzelhändler lassen derzeit 1500 Textilfabriken auf ihre Sicherheit überprüfen, um eine weitere Katastrophe wie den fatalen Fabrikeinsturz vor einem Jahr zu vermeiden. Am 24. April 2013 war am Rande von Dhaka ein neunstöckiges Textilfabrikgebäude in sich zusammengefallen. Dabei starben 1135 Menschen.

Tödlicher Hochhauseinsturz in Bangladesch

Durch die Tragödie gerieten die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter in dem südasiatischen Land auch international stark in die Kritik. Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Textilproduzent weltweit. Die Branche beschäftigt fast vier Millionen Menschen, überwiegend Frauen. Rund 80 Prozent aller Exportwaren des Landes werden in den Textilfabriken produziert. Oft sind die Arbeitsbedingungen und Löhne miserabel, lange Schichten an sechs Tagen pro Woche keine Seltenheit. Hinzu kommt die häufige Missachtung von Sicherheitsvorschriften in den Fabriken.

AFP

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