Weniger Menschen sterben auf deutschen Straßen

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Die Zahl der Unfälle auf Deutschlands Straßen ist gestiegen. Foto: Patrick Seeger/Illustration

In der ersten Jahreshälfte starben weniger Menschen auf Deutschlands Straßen - auch wenn die Zahl der Unfälle insgesamt stieg. Lag es am Wetter?

Wiesbaden (dpa) - Die Zahl der Verkehrstoten ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starben bis Ende Juni 1450 Menschen bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen. Das sind 144 Tote oder neun Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

Ursache für die deutlich verringerte Zahl könne das mäßige Wetter im Frühjahr sein, hieß es in der Mitteilung. So seien etwa an Ostern zahlreiche Fahrradausflüge vermutlich buchstäblich ins Wasser gefallen.

Dafür sprechen auch die Zahlen über die sogenannten ungeschützten Verkehrsteilnehmer, die für die Monate Januar bis Mai vorliegen. Demnach kamen 26,1 Prozent weniger Motorradfahrer ums Leben, die Zahl der getöteten Fahrradfahrer und Fußgänger sank um jeweils 5,6 Prozent. Dagegen starben 6,7 Prozent mehr Autofahrer.

Die Zahl der Verletzten stieg im ersten Halbjahr leicht - um 0,9 Prozent auf rund 183 400. Insgesamt kam es auch zu etwas mehr Unfällen: Die Polizei erfasste 1,25 Millionen Fälle; 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei der überwiegenden Mehrheit blieb es bei Sachschäden: bei 1,1 Millionen Unfällen.

Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung war die Zahl der Verkehrstoten in den Stadtstaaten am geringsten. So kamen in Hamburg statistisch fünf Verkehrstote auf eine Million Einwohner, in Berlin sieben und in Bremen acht. An der Spitze steht Sachsen-Anhalt mit 30 Verkehrstoten je Million Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit jeweils 27.

Statistisches Bundesamt zu Verkehrstoten

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