BP: Wertvolle Zeit nach Explosion verloren

Houston - Nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" ist laut einem Vertreter von BP wertvolle Zeit verloren worden. Ein Absperrventil soll als Beweisstück vom Meeresboden geborgen werden.

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Unmittelbar zu Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko ist nach Angaben des Ölkonzerns BP wertvolle Zeit verloren worden, weil der Betreiber der “Deepwater Horizon“ unklare Änderungen am Absperrventil des Bohrlochs vorgenommen hatte. Erst mit zwölf bis 24 Stunden Verspätung hätten Pläne dieser Veränderungen vorgelegen, sagte BP-Vizepräsident Harry Thierens am Mittwoch vor einem Ermittlungsausschuss in Houston.

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Damit hätten sich in den Tagen nach der Explosion der Plattform die Bemühungen verzögert, das Bohrloch zu verschließen, sagte Thierens. Ohne die Suche nach den Unterlagen für die vom Betreiber Transocean vorgenommenen Änderungen hätten die Arbeiten möglicherweise schneller durchgeführt werden können. Letztlich funktionierte das Absperrventil jedoch gar nicht.

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Der Sonderbeauftragte der US-Regierung für die Umweltkatastrophe, Thad Allen, erklärte, das Bohrlochabsperrventil könne möglicherweise in den kommenden Tagen vom Meeresboden geborgen werden. Es ist ein entscheidendes Beweisstück bei der Frage, was die verheerende Ölpest ausgelöst hat. Nach der Explosion und dem Untergang der “Deepwater Horizon“ am 20. April sind bis Mitte Juli fast 800 Millionen Liter Öl ins Meer gelaufen.

DAPD

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