Mordprozess in Hanau

WhatsApp-Nachricht löst Bluttat aus

Hanau - Er schrieb seiner Noch-Ehefrau auf WhatsApp - und unterschrieb damit sein eigenes Todesurteil. Jetzt muss sich eine Frau in Hanau wegen Mordes verantworten.

Aus Eifersucht soll eine Frau aus Hessen ihren schlafenden Lebensgefährten im Schlafzimmer erstochen haben - seit Freitag steht sie deshalb wegen Mordes in Hanau vor Gericht. Die 53-Jährige, die direkt nach der Tat vom vergangenen Dezember Polizisten die Stiche gestanden hatte, äußerte sich bei Prozessbeginn nicht zu den Vorwürfen.

Laut Anklage versetzte sie dem Schlafenden einen Messerstich in den Rücken und neun weitere in den Oberkörper. Der 45-Jährige starb aufgrund der massiven Schnitt- und Stichverletzungen. Das Urteil des Landgerichts wird bereits für die kommende Woche erwartet. Zuvor soll sich ein Sachverständiger zu der Frage äußern, ob die Frau in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden soll.

Ausgelöst worden sein soll das tödliche Drama in Gelnhausen durch eine WhatsApp-Nachricht: Das spätere Opfer soll mit seiner Noch-Ehefrau über diesen Nachrichtendienst kommuniziert haben. Die mutmaßliche Täterin schloss daraus laut Anklage, dass beide wieder zusammenfinden und fasste ihren Plan. Am Vormittag des 29. Dezember soll sie mit einem Küchenmesser zugestochen haben.

Gefunden wurde die Leiche des Mannes nachmittags von einem Nachbarn. Die Frau, die anscheinend versucht hatte, sich das Leben zu nehmen, kam in ein Krankenhaus und danach in Untersuchungshaft.

dpa

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