Vor WM-Kampf: Stiefvater schießt auf Boxerin

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Die Halle auf dem Gelände der Trabrennbahn Karlshorst in Berlin, in der die Schießerei stattfand. 

Berlin - Eine junge Profi-Boxerin und zwei Wachleute sind vor einem Boxkampf in Berlin niedergeschossen worden. Die Polizei nahm nach der Tat den Stiefvater und ehemaligen Manager der Boxerin fest.

Der 44-Jährige sei der Schütze, sagte Geschäftsführer Malte Müller-Michaelis vom Veranstalter Arena Boxpromotion am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung “Südwest Presse“.

Der Mann soll sich demnach Anfang des Jahres mit seiner Stieftochter zerstritten haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte diesen familiären Hintergrund zunächst nicht. Das Motiv der Tat auf der Trabrennbahn in Karlshorst sei bislang unklar, sagte Sprecher Martin Steltner. Die Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags.

Der Täter hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei vor der Kabine der Leichtgewichtsboxerin auf die Wachleute geschossen. “Markerschütternde Schreie aus dem Kabinenbereich“ habe man in der Sporthalle am Boxring gehört, sagte Veranstalter Müller-Michaelis. Nachdem der Stiefvater die Sicherheitsleute überwunden hatte, soll er den Angaben Müller-Michaelis' zufolge in die Kabine eingedrungen sein und alle Anwesenden außer seiner Tochter hinausgescheucht haben. Danach soll er mehrere Schüsse auf sie abgefeuert haben.

Nach den ersten Schüssen begann der Veranstalter, die zu der Zeit noch etwa 600 Zuschauer in Sicherheit zu bringen. Alarmierte Polizisten räumten dann die Halle. Sie konnten auch den Täter überwältigen und seine Waffe sicherstellen. Zum Tatverlauf nannte die Polizei keine Einzelheiten.

Die 25-jährige Leichtgewichtskämpferin Rola El-Halabi aus Ulm und die beiden angeschossenen 34 und 36 Jahre alten Sicherheitsmänner wurden ins Krankenhaus gebracht und operiert. Lebensgefahr bestand nicht, wie die Behörden mitteilten.

dpa

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