Zugfahrt mit 13 Stunden Verspätung

Paris - Elf Stunden im Zug zu sitzen, ist schon nervenaufreibend. Diese Fahrt von Straßburg nach Nizza dauerte statt elf ganze 24 Stunden. Eine Odyssee für die 600 Passagiere. Schuld war aber nicht nur der Schnee.

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Eine eigentlich elfstündige Bahnfahrt zwischen Straßburg und Nizza ist für etwa 600 Menschen zu einer 24-stündigen Odyssee geworden. Die französische Staatsbahn SNCF sprach am Montag von einer Verkettung unglücklicher Umstände, Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet von einer “geradezu unglaublichen Verspätung“; die Gewerkschaft SUD-Rail führte die Monster-Verspätung auf die Sparpolitik bei der SNCF zurück.

Der Nachtzug war am Sonntagabend um 21.30 Uhr planmäßig von Straßburg losgefahren, um dann erstmals für einen Fahrerwechsel im etwa eine Stunde entfernten Belfort zu stoppen. Da jedoch kein Fahrer vor Ort war, musste erst einer aus dem etwa drei Stunden entfernten Lyon kommen - er traf dann sogar erst um 6.00 Uhr mit dem Zug ein.

Die meisten Passagiere hatten bis zu dieser Zeit in den geheizten Waggons geschlafen. Später musste der Zug dann wegen eines Polizeieinsatzes halten: Angetrunkene Passagiere waren aufeinander losgegangen. Dann steckte der Zug wegen des enormen Schneefalls fest. 

Bei einem weiteren Stopp in Tournus im Burgund saß der Zug schließlich wegen eines Lokomotivwechsels drei Stunden fest. Nach einer weiteren Stunde Fahrt, gegen 17.00 Uhr, folgte der nächste Stopp bei Lyon. Dort bekamen die Zugreisenden immerhin eine Mahlzeit serviert.

Erst am Abend gegen 21.00 Uhr wurden die Passagiere schließlich an ihrem Zielort erwartet. Die SNCF stellte den Betroffenen eine Kostenerstattung in Aussicht.

dpa/len

Rubriklistenbild: © dpa

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