Zugunglück mit zwei Toten: Gülletransporter wird untersucht

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Die Tür eines Waggons der Westfalenbahn liegt auf einem Feld neben den Bahngleisen. Foto: Friso Gentsch

An der Stelle des tödlichen Bahnunfalls im Münsterland erinnern Blumen und Kerzen an die Opfer. Noch immer suchen Spezialisten nach Spuren.

Ibbenbüren/Münster (dpa) - Zwei Tage nach dem Zugunglück mit zwei Toten und sechs Schwerverletzten in Ibbenbüren im Münsterland laufen die Ermittlungen gegen einen 23-jährigen Traktorfahrer weiter. Ein Anhänger mit Gülle hatte sich von der Zugmaschine gelöst und war auf den Schienen stehengeblieben.

"Es ist jetzt die Sache eines Gutachters zu klären, warum sich der Anhänger von der Zugmaschine gelöst hat", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Ergebnis sei erst in einigen Wochen zu rechnen.

Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Der 41 Jahre alte Lokführer und eine 18-jährige Frau kamen in den Trümmern des Zuges ums Leben.

Bei der Polizei hatte der Traktorfahrer ausgesagt, dass er den Zugführer der Westfalenbahn noch warnen wollte, nachdem sich die Bahnschranken gesenkt hatten. Zu der Frage, warum sich Zugmaschine und Gülletransporter abgekoppelt hatten, machte der 23-Jährige laut Staatsanwaltschaft gegenüber den Ermittlern keine Angaben.

Die Bahnstrecke im nördlichen Münsterland ist seit Samstagabend gegen 20 Uhr laut Bundespolizei wieder freigegeben. Die Spurensuche läuft aber noch weiter. Neben den Gleisen erinnern Blumen und Kerzen an den Unfall. Ein umgestürztes Signal und eine abgerissene Waggontür machten die Gewalt des Zusammenstoßes deutlich.

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