Abgas-Skandal

Hacker analysiert: Opel nutzt VW-ähnliche Abschalt-Strategie

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Bei Opel will man sich zu den konkreten Vorwürfen im Moment nicht im Detail äußern.

Rüsselsheim/Hamburg - Opel gerät in der Abgas-Affäre weiter unter Druck und dementiert die Analysen eines Hackers im Spiegel. Demnach deute einiges auf ein Abschalt-Verfahren hin wie bei Volkswagen.

Der Autobauer Opel hat neue Vorwürfe zur Abgasreinigung in seinem Diesel-Modell Zafira scharf zurückgewiesen. Der „Spiegel“ berichtet über weitere Analysen des Hackers Felix Domke, der Daten aus der Zafira-Motorsteuerung ausgelesen hat. Diese deuteten auf eine ähnliche Strategie beim Abschalten der Abgaseinrichtung hin wie bei Volkswagen, schreibt das Magazin.

Opel setze nach Domkes Befund auf eine Kombination aus Motordrehzahl und der Menge des eingespritzten Diesels, um sicherzustellen, dass der Wagen Abgasuntersuchungen auf dem Prüfstand besteht.

Opel glaubt an falsche Daten-Interpretation

Das Unternehmen verwies in seiner Reaktion am Freitag auf Untersuchungen in Deutschland, Frankreich und England. Man verwende keine Software, die erkennt, ob sich ein Fahrzeug auf einem Prüfstand befindet, bekräftigte der Autobauer in Rüsselsheim erneut. Die Untersuchungs-Kommission beim Bundesverkehrsministerium hat bisher nur bei Volkswagen eine Abschalteinrichtung gefunden, nicht aber bei ebenfalls unter die Lupe genommenen Konkurrenzmodellen.

Zu den konkreten Vorwürfen wolle man sich im Moment nicht im Detail äußern, erklärte ein Opel-Sprecher. Sie beruhten auf falschen Interpretationen der Daten. Er verwies auf die Gespräche mit dem Ministerium, das am Mittwoch die geforderte umfassende Dokumentation zur Abgasreinigung erhalten hatte. Man setze den konstruktiven Dialog mit den Behörden fort und werde alle anstehenden Fragen beantworten.

dpa

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