Anleger sorgen sich um steigende Kosten bei Facebook

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Die Ausgaben von Facebook sind im zweiten Quartal um 82 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar gestiegen. Foto: Daniel Reinhardt

Das Online-Netzwerk steigert den Umsatz weiter deutlich - allerdings auch die Ausgaben. Das belastet den Gewinn. Anleger reagierten zunächst skeptisch auf den Quartalsbericht - auch weil beim Wachstum des Netzwerks die Bäume nicht in den Himmel schießen.

Menlo Park (dpa) - Facebook hat im zweiten Quartal deutliche Abstriche beim Gewinn machen müssen. Der Überschuss sank von April bis Juni um gut neun Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 719 Millionen Dollar (653 Mio Euro), wie das Online-Netzwerk mitteilte.

Die Aktionäre zeigten sich enttäuscht und straften das soziale Netzwerk an der Börse ab. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel um über drei Prozent nach.

Die Ausgaben von Facebook stiegen kräftig um 82 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits eine Investitionsoffensive angekündigt; er steckt unter anderem viel Geld in Rechenzentren. Dass die Kosten so stark zulegen würden, hatten Analysten aber nicht kommen sehen.

Der Umsatz kletterte um 39 Prozent auf 4,0 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen der Wall Street. "Es war ein weiteres starkes Quartal für unsere Community", kommentierte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Zahlen.

Die weltweite Zahl der Nutzer, die mindestens einmal im Monat bei Facebook vorbeischauen, stieg im Juni um 13 Prozent zum Vorjahr auf 1,49 Milliarden. Die besonders wertvollen täglich aktiven User nahmen um 17 Prozent auf 968 Millionen zu. Im Vergleich zum ersten Quartal kamen knapp 3,5 Prozent neue Facebooker hinzu. Diese Wachstumsrate, über die sich viele andere Unternehmen freuen würden, wird von Analysten für soziale Netzwerke eher als schwach beurteilt.

Der Trend zur mobilen Nutzung hält an. Inzwischen greifen 844 Millionen Mitglieder täglich von Smartphones und Tablets auf den Dienst zu - das waren 29 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Werbeeinnahmen - Facebooks wichtigste Geldquelle - stiegen im letzten Quartal um 43 Prozent zum Vorjahr auf 3,8 Milliarden Dollar. Etwa 76 Prozent davon werden mittlerweile auf mobilen Geräte erwirtschaftet.

Facebook-Mitteilung

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