Arbeitgeber: 99 Prozent der Betriebe sind familienfreundlich

Berlin - Vor einem Spitzengespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu familienfreundlichen Arbeitszeiten hat der Arbeitgeberverband Gesamtmetall die Bemühungen der Betriebe verteidigt.

“99 von 100 Unternehmen bieten familienfreundliche Maßnahmen an, 96 von 100 haben heute schon Regelungen zu flexiblen Arbeitszeiten“, sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Sons am Montag in Berlin. “Die Metall- und Elektroindustrie ist hier im Vergleich zur sonstigen Industrie sogar noch flexibler.“ Notwendig sei allerdings ein anderes Rollenverständnis der Gesellschaft insgesamt. “Natürlich brauchen wir dringend mehr Frauen in technischen Berufen und mehr Frauen in Führungspositionen - aber wir brauchen auch mehr Männer in Grundschulen und Kindergärten“, betonte Sons.

Statt Quoten zu fordern, solle die Politik flächendeckende Kinderbetreuung nicht nur ankündigen, sondern auch sicherstellen. “Und die Gewerkschaften dürfen nicht erst flexible Arbeitsformen wie Teilzeit fordern und diese dann, wenn sie eingeführt sind, als prekäre Arbeit diffamieren.“ Kanzlerin Merkel und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) haben hochrangige Wirtschafts- und Arbeitnehmervertreter für diesen Dienstag zu einem Gespräch über familienbewusste Arbeitszeiten eingeladen. Es ist Teil einer Initiative, die das Familienministerium und die Industrie- und Handelskammern im Oktober 2010 angesichts des Fachkräftemangels gestartet hatten.

dpa

Meistgelesene Artikel

Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Berlin - Der Elektronikhändler Media Markt will seinen Kunden Geräte vermieten statt verkaufen. Ausleihen können soll man die beliebtesten Produkte.
Media Markt testet Vermietung von Elektrogeräten

Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Immer wieder hat das Kölner Landgericht seine Entscheidung im milliardenschweren Klagefall Schickedanz verschoben. Ein außergerichtlicher Vergleich …
Schickedanz-Milliardenstreit: Erneute Verschiebung

Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die …
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Kommentare