Arcandor hofft auf Rettungsbeihilfe

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Arcandor hofft jetzt auf Rettungsbeihilfen.

Essen - Nach dem Scheitern des Antrages auf Staatsbürgschaften hofft der angeschlagene Arcandor-Konzern auf einen Notkredit in Höhe von 437 Millionen Euro aus Berlin.

“Diese Entscheidung warten wir natürlich ab“, dämpfte Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski am Montag Ängste vor einer sofortigen Insolvenz des Konzerns. Dies gelte auch, wenn sich die Entscheidung um einige Tage verzögere. Wenn der Konzern allerdings ein “Doppel-Nein“ erhalte zur Staatbürgschaft und zur Rettungsbeihilfe, müsse er unverzüglich den Gang zum Konkursgericht antreten, warnte Koslowski.

Die Handelsriesen Arcandor und Metro setzten unterdessen am Montag ihre Gespräche über eine Fusion ihrer Warenhaussparten Karstadt und Kaufhof fort. Verhandelt werde diesmal auf der Ebene der Geschäftsführungen der Warenhaustöchter. Dabei gehe es um sehr konkrete Bestandteile des Konzepts. Auch am Dienstag werde weiterverhandelt werden. Die Gespräche verliefen sehr konstruktiv, sagte Koslowski.

Guttenberg beklagt mangelnde Bewegung in Fusionsgesprächen

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mahnte unterdessen Fortschritte bei den Fusionsverhandlungen an. “Über das Wochenende ist bei den Kriterien, die wir gesetzt haben, noch nicht viel geschehen“, rügte der CSU-Politiker in München. Arcandor solle eine “faire Chance“ bekommen. Eine Rettungsbeihilfe sei aber an klare Bedingungen geknüpft. Auch nach dem Gespräch zwischen den Arcandor- und Metro-Topmanagern am Sonntag fehlten “harte Fakten“, beklagte Guttenberg. “Ich kann nur dazu aufrufen, dass die Gespräche entsprechend klar und deutlich weiterführt werden“, fügte er hinzu.

Der Arcandor-Sprecher verwies allerdings darauf, dass Gespräche über ein so komplexes Thema wie eine Warenhausfusion Zeit benötigten. “Das lässt sich nicht an einem Sonntagnachmittag erledigen“, sagte er. Vor der Arcandor-Zentrale in Essen demonstrierten am Montag mehr als 1.000 Mitarbeiter für eine staatliche Unterstützung des Konzerns. “Ohne Karstadt stirbt die Innenstadt“ und “Es geht um 56.000 Arbeitsplätze “ hieß es auf Transparenten.

AP

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